Japanisch Kurs für Anfänger :)

Lektion 1

Vokabeln:

Japanisch  Deutsch   Aussprache
dai Präfix bei Ordnungszahlen dai
ichi eins iti
dai-ichi Nr.1, die erste daiti   ---   Betonung auf a
-ka Lektion ka
ikka eine Lektion i_kka
dai-ikka Lektion 1, erste Lektion daiikka   ---   Betonung auf ii
namae Name namaä
to und do
mono Ding, Gegenstand mono   ---   2tes o höher sprechen
sensei Lehrer sensä
mina alle mina   ---   a höher sprechen
-san Herr, Frau, Fräulein san
mina-san Alle, Meine Damen und Herren minasan   ---   i höher sprechen
konnichi wa Guten Tag konnitschiwa
seito Schüler seyto
watakushi Ich watakdschi
wa Thema Partikel wa
kinoshita (Familienname) kinoschta
desu sein dess
anata Sie anata   ---   2tes a höher sprechen
donata wer donata   --- 0 höher sprechen
ka Frageartikel ka
hai ja hei   ---   i höher sprechen
so so sou   ---   u tiefer sprechen
iie nein iie
dewa arimasen nicht sein dewaarimasen   ---   1tes e betonen
a ach ah
no Attributivartikel no   ---   o betonen
onamae Ihr werter Name oanamä
o Höflichkeitspräfix o
kore dies, dieser hier korä
kyokasho Lehrbuch kyokasho   ---   1tes o betonen
sore das ,das da sorä
mo auch mo
e (andere Variante zu hai) ja ey
dore welches dorä
jisho Wörterbuch jscho
nan was nan   ---   a betonen
dewa nun, nun denn däwa
shosetsu Roman, Erzählung sho_sezu   ---   o betonen
hon Buch hon   ---   o betonen
shinbun Zeitung shinnbun   ---   doppel nn betonen
ka.....ka oder ka___ka
zasshi Zeitschrift saschi   ---   sch betonen
are das, das dort arä
e Bild, Gemälde ä
shashin Foto schaschin   ---   i betonen
dare (andere Variante von donata) wer darä
noto Schreibheft no_uto
boru-pen Kugelschreiber borupen   ---   o betonen
sayonara Auf Wiedersehen sayonara   ---   o betonen nara schnell sprechen

Grammatik

1.Satzbau

Im Japanischen steht das Subjektiv meist am Anfang des Satzes, das Prädikat steht am Ende.

Aussage- und Fragesätze sind im Satzbau und in der Wortstellung identisch.

 

z.B.

Subjekt

Prädikant

Übersetzung

Watakushi wa Kinoshita desu Ich bin/heiße Kinoshita
Anata wa donata desu ka? Wer sind Sie?
Kore wa kyokasho desu Dies ist ein Lehrbuch
Sore mo kyokasho desu ka? Ist das auch ein Lehrbuch?
Kore wa kyokasho dewa arimasen Dies ist kein Lehrbuch

Wie aus den obigen Beispielen ersichtlich, bildet man einfache Sätze des Typs "A=B" (Gleichsetzung von Subjekt und Prädikat) nach der Formel:   "A" wa "B" desu

in der Negation nach der Formel:   "A" wa "B" dewa arimasen

 

 

2. Verb

 

Das Verb bildet den Satzabschluß. Auf das satzabschließende Verb können nur noch Partikel folgen: in dieser Lektion die Fragepartikel ka.

Das Japanische kennt keine Konjugation in unserem Sinne. So bewirken weder Personen noch Numerus eine Änderung von Stamm und Endung des Verbs.

Der Satz Kore wa kyokasho desu übersetzt Dies ist ein Lehrbuch kann also auch bedeuten Dies sind Lehrbücher.

Die Endung des Verbs ändert sich jedoch z.B. bei negativen Aussagen, wobei desu (sein) zu dewa arimasen (nicht sein) wird.

Ein eigenes Negationswort wie das deutsche "nicht" oder "kein" gibt es im japanischen nicht.

 

 

3. Substantiv

 

Substantive sind unveränderlich. Es gibt also keine Deklination, d.h. keine Flexion in Kasus und Numerus.

Das Japanische kennt auch weder Artikel noch grammatisches Geschlecht. Ein isoliertes Substantiv hat also verschiedene Bedeutungen, wie die folgenden Beispiele zeigen.

 

hon  =  Buch, ein Buch, das Buch, die Bücher

seito  =  Schüler (Singular), ein Schüler, der Schüler; Schülerin, eine Schülerin, die Schülerin; Schüler (Plural), Schülerinnen, die Schüler, die Schülerinnen.

 

Die Bedeutung (bestimmt oder unbestimmt, männlich oder weiblich, Singular oder Plural) ergibt sich meistens aus dem Textzusammenhang der jeweiligen Situation.

 

Die Bedeutung des Substantive und ihre Funktion im japanischen Satz erschließt sich weitgehend auch aus den Partikeln, die ihnen nachgestellt sind. Diese erfüllen somit eine ähnliche Funktion wie Präposition und Deklination im Deutschen und werden daher auch Postposition oder Kasuspartikel genannt.

Mit anderen Worten: Beziehungen zwischen Wörtern werden durch Partikel hergestellt, die dem nominalen Attribut nachgestellt sind. Beziehungen speziell zwischen Substantiven (sowie substantivischen Wörtern und Ausdrücken) sind meistens durch die Partikel no gekennzeichnet (siehe auch bei 7.).

 

 

4. Themapartikel "wa ":

 

Die Themapartikel wa ist Teil des Subjekts (dieser Begriff ist nur bedingt für die Erklärung der japanischen Grammatik geeignet), über das eine Aussage gemacht wird. Sie grenzt das Thema des Satzes von anderen Satzteilen ab und hat etwa die Bedeutung "was.....betrifft", wird jedoch gewöhnlich nicht übersetzt.

Man kann ihre Funktion auch als die einer Kasuspartikel ansehen: Nomina mit wa entsprechen dem Nominativ im Deutschen. Wa steht - wie auch alle anderen Partikel - direkt hinter dem Nomen (Substantiv) bzw. Pronomen. Daher auch die Bezeichnung "Postpositionen" für diese Gruppe von Wörtern.

 

 

5. Partikel "mo ":

 

Der Partikel mo folgt direkt auf das Bezugswort. Mo nimmt dabei die Stelle von wa ein, sofern im gleichen Satz ohne mo hinter dem Bezugswort die Partikel wa gestanden hätte.

 

Kore wa kyokasho desu   =   Dies ist ein Lehrbuch

Kore mo kyokasho desu   =   Dies ist auch ein Lehrbuch

 

 

6. Kopula "desu ":

 

Wie bei 1. erläutert, ist die Kopula desu Teil des Prädikats in dem Satztyp "A" wa "B" desu in dem "A" wa das Subjekt repräsentiert. Wird das Subjekt eines Satzes weggelassen, fällt auch die Partikel wa als Teil des Subjekts weg.

 

Watakushi desu   =   Ich bin (es)

Watakushi no hon desu   =   (Es) ist mein Buch

Kore desu ka?   =   Meinen Sie dies? (Wörtlich Ist (es) dies?)

Hai, sore desu   =   Ja, das (meine ich)

Hai, so desu   =   Ja, so ist (es)

lie, so dewa arimasen   =   Nein, so ist (es) nicht

 

Für das deutsche Pronomen "es" in seiner oben angeführten Funktion gibt es im Japanischen kein entsprechendes Wort.

Da das Japanische keine Negationswörter wie "kein" und "nicht" kennt (siehe 2.), wird die Negation am Verb angezeigt. Die Kopula desu wird dabei zu dewa arimasen.

 

 

7. Attributivpartikel "no ":

 

Attributive Beziehungen (z.B. Besitz, Zugehörigkeit) werden im Deutschen oft durch eine Genitivkonstruktion (z.B. das Buch des Lehrers) oder ein Possessivpronomen (mein Buch) dargestellt. Das Japanische kennt jedoch weder eine Deklination wie "des Lehrers" noch Possessivpronomina wie "mein". Es bedient sich zur Kennzeichnung attributiver Beziehungen häufig der Partikel no.

 

Anata no onamae   =   Ihr Name

Laub-san no noto   =   Herrn Laubs Heft

Dare no noto   =   Wessen Heft

Watakushi no desu   =   Es ist meiner / er gehört mir

Laub-san no desu   =   Es gehört Herrn Becker

 

Wie die beiden letzten Beispielsätze zeigen, kann das Nomen, das auf die Partikel no folgt (in diesem Fall boru-pen und noto), weggelassen werden, wenn es, z.B. durch Erwähnung im vorhergehenden Satz, als bekannt vorausgesetzt werden kann. Damit vermeidet man unnötige Wiederholungen - wie im deutschen, wo das getilgte Nomen allerdings durch ein Pronomen ersetzt wird.

 

 

8. Fragepartikel "ka ":

 

Fragesätze enden in der Regel mit dem Partikel ka.

 

Laub-san wa donata desu ka?   =   Wer ist Herr/Frau Laub?

Sore mo kyokasho desu ka?   =   Ist das auch ein Lehrbuch?

 

Ist nach zwei oder mehr Personen, Gegenständen, Eigenschaften oder Mengen gefragt, löst man den Satz in eine entsprechende Anzahl von Gliedern auf, die alle auf die Fragepartikel ka enden. Die einzelnen Satzglieder werden im Deutschen durch "oder" miteinander verbunden.

 

Sore wa hon desu ka, shinbun desu ka?   =   Ist das da ein Buch oder eine Zeitung?

Are wa e desu ka, shashin desu ka?   =   Ist das dort ein Gemälde oder ein Foto?

 

 

 

9. Verkürzte Fragesätze ohne "ka ":

 

Im Japanischen gibt es viele Möglichkeiten, Sätze zu verkürzen. In Abschnitt 6 sind Beispielsätze ohne Subjekt angeführt, unter Abschnitt 7 solche, in denen ein Nomen weggelassen ist. Bei Fragesätzen kann in bestimmten Fällen das Prädikat mit der Fragepartikel ka fortfallen. Kontext und Intonation lassen auch ohne die Fragepartikel erkennen, daß es sich um eine Frage handelt.

 

Verkürzter Fragesatz Übersetzung Vollständiger Fragesatz
Anata wa? Und Sie? Und wer sind Sie? Anata wa donata desu ka?
Anata no onamae wa? Wie ist Ihr Name? Anata no onamae wa na desu ka?
Dewa, sore wa? Nun, und was ist das? Dewa, sore wa nan desu ka?

 

10. Demonstrativwörter "kore" "sore" und "are":

Diese drei Demonstrativwörter geben an, ob sich eine Person oder ein Gegenstand in der Nähe des Sprechers, des Hörers oder von beiden entfernt befindet.

kore   =   dies   (beim Sprecher)

sore   =   das da   (beim Gesprächspartner)

are   =   das dort   (von beiden weiter entfernt)

 

Das zu diesen Demonstrativwörtern gehörende Fragewort ist dore   =   welches

 

 

11. Fragewörter "dare" "donata":

 

Beide Fragewörter benutzt man in Bezug auf Personen, sie sind daher mit "wer" zu übersetzen. Während jedoch dare ein allgemeines, höflichkeitsneutrales Fragewort ist, drückt donata Höflichkeit gegenüber der Person aus, nach der gefragt wird.

 

Anata wa donata desu ka?   =   Wer sind Sie?

Laub-san wa donata desu ka?   =   Wer (von Ihnen) ist Frau/Herr Laub?

Kore wa dare no noto desu ka?   =   Wem gehört dieses Heft?

 

 

12. "hai" "e" und "iie":

 

Auf hai, e und iie folgt häufig ein ergänzender Satz.

 

Hai, so desu   =   Ja, so ist es

Hai, sore desu   =   Ja, das (da bei Ihnen) meine ich

Iie, so dewa arimasen   =   Nein, so ist es nicht

E, kore mo kyokasho desu   =   Ja, dies ist auch ein Lehrbuch

 

 

13. Höflichkeitspräfix "o":

 

Das Höflichkeitspräfix o steht als Ausdruck des Respekts vor bestimmten Wörtern, die sich auf den Hörer oder auf eine dritte Person beziehen. Damit fungiert es gleichzeitig als eine Art Possessivpronomen und ist deshalb oft mit "Ihr" zu übersetzen.

 

namae   =   der/ein Name

onamae   =   Ihr Name; sein/ihr Name

watakushi no namae   =   mein Name

 

Bei der alfabetischen Einordnung in Wörterbüchern und Lexika wird das Präfix o nicht berücksichtigt. Man findet also nur den Eintrag namae, nicht aber onamae.

Da es keine allgemeingültige Regel für die Verwendung des Präfixes o gibt, sondern allein der Sprachgebrauch darüber entscheidet, sollte man es nur mit Wörtern und in Situationen verwenden, in denen es einem bereits begegnet ist.  

 

 

14. "o" und "anata":

 

Durch Vorschalten von anata no (= Ihr) vor ein Wort mit dem Höflichkeitspräfix o entsteht scheinbar eine Redundanz. Der Gebrauch von anata kann in diesen Fällen aber dazu dienen, das Wort "Ihr". d.h. die Zugehörigkeit zu betonen und/oder den Satz höflicher zu machen.

 

Anata no onamae wa?   =   Wie heißen Sie? / Wie ist Ihr Name?

Anata no onamae wa?   =   Wie heißen Sie?/ Wie ist Ihr werter Name?

 

 

15. Anrede:

 

Die Anrede anata wird im Japanischen seltener gebraucht als das entsprechende "Sie" im Deutschen. Oftmals zíeht man es besser vor, jemanden mit seinem Namen anzureden oder mit dem Titel sensei bei Lehrern (im weitesten Sinne), Ärzten, Professoren usw...

 

Laub-san no kyokasho desu ka?   =   Ist das Ihr Lehrbuch, Frau/Herr Laub?

Kore wa sensei no boru-pen desu ka?   =   Ist dies Ihr Kugelschreiber (Herr Lehrer)? / Gehört der Kugelschreiber Ihnen?

 

Je nach Situation können die beiden obigen Sätze auch folgende Bedeutungen haben:

- Ist dies das Lehrbuch von Herrn/Frau/Fräulein Laub? = Gehört dies Lehrbuch Herrn/Frau/Fräulein Laub?

- Ist dies der Kugelschreiber des Lehrers/der Lehrerin? = Gehört dieser Kugelschreiber dem Lehrer/der Lehrerin?

 

 

16. Fremdwörter:

 

Im Japanischen gibt es eine ständig wachsende Zahl vor allem aus dem Englischen übernommener Fremdwörter. Da der japanische Lautbestand nicht aus einzelnen Buchstaben, sondern aus einer begrenzten Anzahl offener Silben besteht, lassen sich fremde Laute, insbesondere Häufungen von Konsonanten, oft nur unzureichend wiedergeben: das Original ist nach der Übernahme ins Japanische in vielen Fällen nicht mehr wiederzuerkennen. Der Buchstabe 1 wird, da er im Japanischen nicht vorkommt, in der Regel durch "r" wiedergegeben.

 

noto   =   von "note(-book)"

boru-pen   =   von "ball pen"

 

Lautlehre

Das japanische Alfabet besteht aus 46 Silben.

Diese sind in einer aus 51 Feldern (10 x 5 + 1) bestehenden Tabelle angeordnet, die möglicherweise einmal 50 Laute umfaßte, Man nennt diese Tabelle deshalb die "Fünfzig-Laute-Tafel". Einige Laute sind im Laufe der Zeit verlorengegangen (daher die leeren Felder), daß außerhalb des Schemas in einem gesonderten Feld stehende n ist später hinzugekommen.

Die Tafel ist, beginnend mit der obersten Reihe, von links nach rechts zu lesen.

Das japanische Alfabet beginnt also mit a, i, u, e, o.

Die oberste Reihe dern 50-Laute-Tafel enthält die fünf Vokale des Japanischen. Die Silben der folgenden neun Reihen enthalten als Auslaut diese gleichen fünf Vokale in eben der gleichen Abfolge, als Anlaut für jede Reihe einen bestimmten Konsonanten (bzw. die Halbvokale y und w). Um sich die Abfolge der (ohne n) 45 Silben zu merken , braucht man somit nur die Vokalreihe a-i-u-e-o und die Konsonantenfolge k-s-t-n-h-m-y-r-w zu kennen.

 

Abweichungen von diesem Schema gibt es im Anlaut folgender Silben:

shi (statt si), chi (statt ti), tsu (statt tu), fu (statt hu), o in der wa-Reihe statt wo.

 

Während man die waagerecht angeordneten fünf Silben als "Reihen" bezeichnet, nennt man die senkrecht angeordneten 10 Felden "Stufen". Zur Bezeichnung einer bestimmten Reihe oder Stufe verwendet man die jeweils erste Silbe: Die Tafel beginnt also von oben nach unten mit der a-Reihe, der ka-Reihe usw., von links nach rechts mit der a-Stufe, der i-Stufe usw.

 

Die Fünfzig-Laute-Tafel:

 

Vokal-Auslaute -

Konsonant-Anlaut

a i u e o
(a) a i u e o
k ka ki ku ke ko
s sa shi su se so
t ta chi tsu te to
n na ni nu ne no
h ha hi fu he ho
m ma mi mu me mo
y ya   yu   yo
r ra ri ru re ro
w wa       o

 

n

!!!(Einige Laute sind im Laufe der Zeit verlorengegangen (daher die leeren Felder), daß außerhalb des Schemas in einem gesonderten Feld stehende n ist später hinzugekommen.)!!!

 

Die Abfolge in der Tafel enthaltenen Silben nennt man nach denn fünf Anfangsvokalen Aiueo.

Das Aiueo kann man also als das "Japanische Alfabet" ansehen.

Nach ihm sind die meisten Wörterbücher und andere Nachschlagewerke geordnet.

Die Kenntnis der 50-Laute-Tafel, d.h. der Anordnung und Reihenfolge der darin schematisch erfassten Silben, ist von grundlegender Bedeutung nicht nur für die Benutzung japanischer Nachschlagewerke, sondern auch für das Verständnis der japanischen Grammatik.

 

 

Vokale:

 

Die fünf Vokale des Japanischen haben etwa die Länge der entsprechenden Vokale in den deutschen Beispielen.

Vokal Beispiel deutsche Entsprechung

Besonderheiten bei der

Lautbildung

a anata Kanada keine
i mina kichern Lippen breiter auseinandergezogen als beim "i" in Kichern
u shinbun Bund Lippen weder vorgeschoben noch gerundet, sondern ein wenig seitlich auseinandergezogen
e desu Test keine
o no noch keine

 

Der japanische Vokallaut u weicht am deutlichsten von dem entsprechenden deutschen Vokal ab.

Charakteristisch für die Lautbildung im Japanischen ist die relativ geringe Änderung der Lippenstellung.

Zwischen zwei stimmlosen Konsonanten und am Wortende nach s und ts wird der Vokal u so schwach gesprochen, daß er häufig - besonders beim schnellen Sprechen - kaum noch zu hören ist.

Auch beim i tritt der Vokalschwund ein, wenn es zwischen zwei stimmlosen Konsonanten steht.

 

watakushi        desu        shosetsu       Kinoshita 

 

Auch sonst wird der Vokal u als relativ schwach und farblos empfunden. Daher verwenden die Japaner bei Fremdwörtern häufig eine auf u endende Silbe, wo im Original mehrere Konsonanten aufeinanderfolgende oder ein Schlußkonsonant steht (außer bei n, das eine eigene Silbe darstellt).

Mit den offenen japanischen Silben lassen sich die in den meisten Sprachen anzutreffenden Konsonantenhäufungen nur schwer wiedergeben.

 

z.B.:    boru-pen

 

Jedem der fünf kurzen Vokale entspricht ein langer Vokal. Die doppelte Vokallänge wird bei a, u und o durch einen Dehnungsstrich angezeigt, bei i und e in der Regel durch Anfügen eines i. Bei einigen wenigen Wörtern schreibt man das lange e mit Dehnungsstrich.

 

a i u e o
a iie u

seito

sensei

aber: e

so

sayonara

noto

 

In Fremdwörtern schreibt man langes i und langes e immer i und e.

 

 

Halbvokale:

 

y und w bezeichnet man als Halbvokale, da sie einen leicht vokalisierten Anlaut aufweisen, nämlich i bei y und u bei w.

 

y:   sayonara   (etwa: Joghurt, Yacht)

w:  watakushi, wa   (etwa: Whisky)

 

Übungstext

 

Japanisch Deutsch
Sensei: Mina-san, konnichi wa! Lehrer: Guten Tag, meine Damen und Herren!
Seito: Konnichi wa! Schüler: Guten Tag!
Sensei: Watakushi wa Kinoshita desu. Anata wa donata desu ka? Lehrer: Ich heiße (wörtl.bin) Kinoshita. Wer sind Sie?
Klein: Watakushi wa Klein desu Klein: Ich heiße Klein.
Sensei: Anata wa Jäger-san desu ka? Lehrer: Sind Sie Herr Jäger
Jäger: Hai, so desu Jäger: Ja (so ist es)
Sensei: Anata wa? Lehrer: Und (wer sind) Sie?
Müller: Watakushi wa Müller desu Müller: Ich heiße Müller
Sensei: Anata wa Braun-san desu ka? Lehrer: Sind Sie Frau Braun?
Aumann: Iie, so dewa arimasen. Watakushi wa Aumann desu. Aumann: Nein (so ist es nicht). Ich heiße Aumann
Sensei: A, so desu ka. Braun-san wa donata desu ka? Lehrer: Ach so (wörtl. Ach, ist es so?). Wer (von Ihnen) ist Frau Braun?
Braun: Watakushi desu Braun: Ich (bin es)
Sensei: Anata no onamae wa? Lehrer: Wie ist Ihr Name?
Kunze: Kunze desu Kunze: Kunze
Sensei: Kore wa kyokasho desu. Watakushi no kyokasho desu. (zu Frau Müller)- Sore mo kyokasho desu ka? Lehrer: Dies ist ein Lehrbuch. Es ist mein Lehrbuch. (zu Frau Müller)- Ist das (da bei Ihnen) auch ein Lehrbuch?
Müller: E, kore mo kyokasho desu Müller: Ja, dies ist auch ein Lehrbuch
Sensei: Müller-san no kyokasho desu ka? Lehrer: Ist das Ihr Lehrbuch, Frau Müller? (Wörtl. Ist es das Lehrbuch von Frau Müller?)
Müller: Hai, watakushi no desu Müller: Ja, es ist meins
Sensei: Sore mo kyokasho desu ka? Lehrer: Ist das (da bei Ihnen) auch ein Lehrbuch?
Seito: Dore desu ka? Schüler: Welches (meinen Sie) ?
Sensei: Sore desu Lehrer: Das da (bei Ihnen)
Seito: Iie, kore wa kyokasho dewa arimasen. Kore wa jisho desu. Schüler: Nein, dies ist kein Lehrbuch. Dies ist ein Wörterbuch
Sensei: Sore wa nan desu ka? Lehrer: Was ist das (da bei Ihnen)?
Sensei: Kore mo jisho desu Lehrer: Dies ist auch ein Wörterbuch
Sensei: Dewa, sore wa? Lehrer: Und das (da bei Ihnen)?
Kunze: Kore desu ka? Kunze: Meinen Sie dies hier?
Sensei: Hai, sore desu Lehrer: Ja, das meine ich (Wörtl.  Ja, das da bei Ihnen ist es)
Sensei: Sore wa Kunze-san no desu ka? Lehrer: Gehört er Ihnen? (Wörtl. Ist es Herrn Kunzes?)
Kunze: Hai, so desu Kunze: Ja (so ist es)
Sensei: Sore wa hon desu ka, shinbun desu ka? Lehrer: Ist das (da bei Ihnen) ein Buch oder eine Zeitung?
Seito: Kore wa zasshi desu Schüler: Dies ist eine Zeitschrift
Sensei: Are wa e desu ka, shashin desu ka? Lehrer: Ist das dort ein (gemaltes) Bild oder ein Foto?
Seito: Are wa e desu Schüler: Das dort ist ein Bild
Sensei: Kore wa dare no noto desu ka? Lehrer: Wessen Schreibheft ist dies?
Seito: Sore wa Becker-san no desu. Kore wa sensei no boru-pen desu ka? Schüler: Es gehört Frau Becker. (wörtl. Das dort ist Frau Beckers). Ist dies Ihr Kugelschreiber (wörtl. Ist dies der Kugelschreiber des Lehrers?)
Sensei: Hai, sore wa watakushi no desu Lehrer: Ja, das ist meiner
Sensei: Dewa, sayonara! Lehrer: Also dann, Auf Wiedersehen!
Seito: sayonara! Schüler: Auf Wiedersehen!

 

Lektion 2

 

Vokabeln

 

Japanisch Deutsch Aussprache
ni zwei  
shigoto Beruf, Arbeit  
kazu Zahl  
iro Farbe  
donna was für ein  
hisho Sekretär(in)  
kaishain Angestellte(r) (einer Firma)  
kyoshi Lehrer(in)  
kyoshitsu Klassenzimmer  
ni ich, an  
okii groß  
mado Fenster  
ga (Subjekt Partikel)  
arimasu da/vorhanden sein, es gibt  
ikutsu wie viele  
hitotsu eins  
futatsu zwei  
mittsu drei  
yottsu vier  
kekko gut, schön, genug  
tsukue Schreibtisch  
itsutsu fünf  
ne nicht wahr?  
so desu ne ganz recht, stimmt  
isu Stuhl  
arimasen nicht da/vorhanden sein, es gibt nicht/kein  
to zehn  
teburu Tisch  
kono dieses (hier)  
sono das (da)  
murasakiiro violett  
dono welches  
usui dünn  
kiiro gelb  
ii gut, schön  
atsui dick  
ano das dort  
chiisai klein  
ie Haus  
akai rot  
sora Himmel  
aoi blau, grün  
ki Baum  
midoriiro grün  
kami Papier  
shiroi weiß  
kabe Wand, Mauer  
kokuban Tafel  
kuroi schwarz  
doa Tür  
nani was  
nani-iro was für eine Farbe, welche Farbe  
chairo braun  
enpitsu Bleistift  
nagai lang  
mijikai kurz  
kanari ziemlich  

 

Grammatik

 

1. Adjektiv:

Adjective erkennt man an der Endsilbe i, der einer der vier Vokale a, i, u oder o vorausgeht. Mit anderen Worten: Adjektive enden auf ai, ii, ui oder oi.

chiisai ii usui aoi
akai okii atsui ahiroi
nagai     kuroi
mijikai      

Kekko ist also kein Adjektiv. (Die Gruppe der Wörter, zu denen kekko gehört, wird in Lektion 5 behandelt.)

Adjektive stehen (wie im Deutschen) vor dem Bezugswort.

okii mado usui hon mijikai enpitsu chiisai ie

Adjektive können auch adverbial (prädikativ) benutzt werden.

aoi desu akai desu nagai desu mijikai desu

Die Farbbezeichnungen murasakiiro, kiiro, midoriiro und chairo sind Komposita, deren zweiter Bestandteil iro (=Farbe) anzeigt, daß es sich um Substantive handelt. Im Gegensatz zu den adjektivischen Farbbezeichnungen erfordern sie die Attributivartikel no als Bindeglied zum darauffolgenden Substantiv, auf das sie sich beziehen.

midoriiro no kokuban

 

2. Demonstrativwörter kono, sono und ano:

Diese drei Demonstrativa entsprechen den in Lektion 1 aufgeführten Demonstrativwörtern. Sie ersetzen aber nicht wie diese ein Nomen, sondern stehen wie Adjektive vor dem Nomen.

kore   -   kono (beim Sprecher)
sore   -   sono (beim Gesprächspartner)
are   -   ano (von beiden weiter entfernt)

Das zu diesen Demonstrativwörtern gehörende Fragewort ist dono (vgl. dore).

Beispiele für die Verwendung von Demonstrativwörtern anstelle von und mit Nomina:

Kore wa kyokasho desu

Dies ist ein Lehrbuch

Kono kyokasho

Dieses Lehrbuch

Sore wa zasshi desu

Das ist eine Zeitschrift

Sono zasshi

Die Zeitschrift da

Are wa shinbun desu

Das dort ist eine Zeitschrift

Ano shinbun

Die Zeitung dort

Dore desu ka?

Welches meinen Sie?

Dono hon desu ka?

Welches Buch meinen Sie?

 

 

3. ga arimasu:

 

Auf ein vor arimasu stehendes Subjek folgt (fast immer) die Subjektpartikel ga.

 

Kyoshitsu ni okii mado ha arimasu
Mado ga yottsu arimasu
Tsukue ga ikutsu arimasu ka?

Fehlt das Subjekt, entfällt damit auch die dazugehörige Partikel ga.

Ikutsu arimasu ka?
Itsutsu arimasu

Die Partikel ga kann, ebenso wie die Partikel wa (vgl. Lektion 1) durch mo ersetzt werden.

Isu mo itsutsu arimasu ka?
Teburu mo arimasu ka?

 

4. wa arimasen:

In Verbindung mit arimasen, der Negationsform von arimasu, tritt anstelle von ga meistens die Partikel  wa. Die Kopula desu ist eine verkürzte Form von de arimasu; in der Negation (dewa arimasen) ist diese ursprüngliche Form noch erhalten, wie die beiden letzten der folgenden Beispielsätze zeigen.

Iie, isu wa itsutsu arimasen

Nein, es gibt nicht / keine 5 Stühle

Iie, teburu wa arimasen

Nein, es gibt keine Tische

Iie, so dewa arimasen

Nein, so ist es nicht

Iie, kore wa kyokasho dewa arimasen

Nein, dies ist kein Lehrbuch

 

Auch die Negation kann wa durch mo ersetzt werden.

 

Iie, teburu mo arimasen

Nein, es sind auch keine Tische da

 

 

5. ni bei Ortsangaben:

 

Die Postposition ni gibt den Ort an, wo sich etwas befindet.

 

Kyoshitsu ni okii mado ga arimasu

Im Klassenzimmer gibt es große Fenster = Das Klassenzimmer hat große Fenster

Shiroi kabe ni kokuban ga arimasu

An der weißen Wand gibt es (= hängt) eine Tafel

 

 

6. shigoto:

 

Es gibt unter anderem folgende zwei Möglichkeiten, nach dem Beruf zu fragen.

 

Laub-san no oshigoto wa nan desu ka?

Was ist Ihr Beruf, Herr Laub? = Was sind Sie von Beruf?

Laub-san wa donna oshigoto desu ka?

Welchen Beruf haben Sie, Herr Laub? = Was sind Sie von Beruf?

 

 

7. iro:

 

Auch nach der Farbe kann man auf verschiedene Weise fragen.

 

Tsukue wa nani-iro desu ka?

Welche Farbe haben die Tische?

Kono hon wa donna iro desu ka?

Was für eine Farbe hat dieses Buch?

 

 

8. nani und nan:

 

Es handelt sich um ein und dasselbe Fragewort. Welches von beiden man gebraucht, hängt z.T. ab von der darauffolgenden Silbe: handelt es sich um einen Vokal, benutzt man in der Regel nani (z.B. nani-iro); handelt es sich um eine Silbe mit konsonantischem Anlaut (insbesondere d oder n, benutzt man meistens nan (z.B. nan desu ka)).

 

 

9. kyoshi und sensei:

 

Kyoshi ist die Berufsbezeichnung für Lehrer an einer Schule, sensei dagegen eine allgemeine Bezeichnung für Lehrer im weitesten Sinne, die zugleich der Anrede dient (vgl. Lektion 1). Ein kyoshi wird von seinen Schülern mit sensei angeredet.

 

 

10. Die japanischen Zahlen von 1 bis 10:

 

Die japanischen Zahlen von 1 bis 9 enden auf die Silbe tsu.

 

1 hitotsu
2 futatsu
3 mittsu
4 yottsu
5 itsutsu
6 muttsu
7 nanatsu
8 yattsu
9 kokonotsu
10 to

Das dazugehörige Fragewort "wie viele" heißt ikutsu.

Zahlen stehen entweder vor dem Wort, auf das sie sich beziehen, mit diesem verbunden durch die Attributivpartikel no, oder direkt dahinter, unverbunden oder verbunden mit einer Partikel wie ga, wa oder mo.

Itsutsu no tsukue ga arimasu
Mado ga yottsu arimasu
Isu wa itsutsu arimasen
Isu mo itsutsu arimasu ka?

 

Lautlehre

Zusatztafel zur 50-Laute-Tafel:

Außer den in der 50-Laute-Tafel enthaltenen Silben gibt es weitere Silbenlaute, die von der Tafel abgeleitet sind:

a. Ableitung von stimmhaften aus stimmlosen Konsonanten:

k -> g          s -> z          t -> d

b. Ableitung von stimmhaftem und stimmlosem Lippenverschlußlaut aus Hauchlaut

h -> b           h -> p

c. Bildung von Silben mit einem Konsonanten aus der i-Stufe oder einem davon abgeleiteten Konsonanten als Anlaut und einer Silbe aus der ya-Reihe als Auslaut ( nach sh, ch und j entfällt das y ):

k + ya -> kya          k + yu -> kyu          k + yo -> kyo
g + ya -> gya          g + yu -> gyu           g + yo -> gyo

Die folgende Zusatztafel enthält die nach den oben geschilderten drei Methoden aus der 50-Laute-Tafel abgeleiteten Silben.

    a i u e o
a. g ga gi gu ge go
  z za ji zu ze zo
  d da ji zu de do
b. b ba bi bu be bo
  p pa pi pu pe po
c. k kya   kyu   kyo
  g gya   gyu   gyo
  s sha   shu   sho
  z ja   ju   jo
  t cha   chu   cho
  n nya   nyu   nyo
  h hya   hyu   hyo
  b bya   byu   byo
  p pya   pyu   pyo
  m mya   myu   myo
  r rya   ryu   ryo

Die zweimal vorkommenden Silben ji und zu sind fonetisch sowie in der Transkription mit Lateinbuchstaben vollkommen identisch, unterscheiden sich jedoch in der Kana-Schreibung.

 

Konsonanten:

(Die in diesem Abschnitt und in den folgenden Abschnitten 3-5 angeführten japanischen Beispielwörter sind den Lektionen 1-3 entnommen).

Die meisten Konsonanten werden ähnlich wie im Deutschen ausgesprochen. Die folgende Übersicht berücksichtigt nur die erheblich vom Deutschen abweichenden Laute und solche, die aufgrund der Transkription mit Lateinbuchstaben nicht eindeutig festgelegt sind.

Konsonant Beispielwort Deutsch / Englisch Bemerkungeng
g shigoto, ga Zange nasal im Inlaut und in der Partikel ga
  gakusei Gas im Anlaut wie deutsches "g"
s sensei Gras, Hans stimmlos
z kazu Hase stimmhaftes "s"
sh shashin (etwa): Asche Lippen weiter auseinandergezogen als beim deutschen "sch"
j jisho Gin, jingle bells  
ch konnichi wa deutsch, Charles  
ts itsutsu Zucker  
h + i hitotsu ich, China  
f + u futatsu ( keine ) obere Schneidezähne berühren nicht die Unterlippe: zwischen "h" und "f"
r kore ( keine ) Zungenspitze schlägt kurz gegen den Vordergaumen: zwischen "r" "l" und "d"
n sensei Dank nasal vor k,s,w und g

 

Doppelkonsonanten:

Die durch Doppelkonsonanten wiedergegebenen Silbenlaute sind weder in der 50-Laute-Tafel noch in der Zusatztafel erfaßt. Folgende Doppelkonsonanten können auftreten:

kk,   ss,   ssh,   tt,   tch,   tts,   pp

Beispiele:

dai-ikka *          zasshi          mittsu
kekko          yottsu

* Zusammenziehung aus ichi + ka

Die durch Doppelkonsonanten ausgedrückten sog. "gespannten" Laute sind Kehlverschlußlaute, die der Dauer einer Silbe entsprechen. Eigentlich handelt es sich hierbei nicht um einen Laut, sondern um eine Pause, die durch plötzliches Anhalten der ausströmenden Luft in der Kehle am Ende des Vokals entsteht.

Zwei aufeinanderfolgende n wie in konnichi wa oder donna gelten nicht als Doppelkonsonant im obigen Sinne, da das jeweils erste n eine eigene Silbe darstellt.

 

Diftonge:

Die Vokalfolgen ai und oi entsprechen, zumindest beim schnellen Sprechen, ungefähr den deutschen Lauten "ei" und "eu".

hai, akai, chairo          etwa wie Main
aoi, shiroi, kuroi          etwa wie deutsch

Andere Vokale verschmelzen zwar nicht in dem Maße wie ai und oi, gehen aber nahtlos, d.h. ohne ein Anhalten der Luft wie häufig im Deutschen, ineinander über (vgl. aoi, aber A-orta).

 

Silbe n vor b, p und m:

Die Silbe n wird vor den Konsonanten b, p und m wie m ausgesprochen.

konban wa          enpitsu          anmari

 

Übungstext

Sensei: Mina-san, konban wa! Lehrer: Guten Abend, meine Damen und Herren
Seito: Konban Wa! Guten Abend!
Sensei: Laub-san no oshigoto wa nan desu ka Lehrer: Was ist Ihr Beruf, Herr Laub
Laub: Watakushi wa ongakka desu Laub: Ich bin Musiker
Sensei: Jäger-san mo ongakka desu ka? Lehrer: Herr Jäger, sind Sie auch Musiker?
Jäger: Iie, watakushi wa mada gakusei desu Jäger: Nein, ich bin Student
Sensei: Müller-san wa donna oshigoto desu ka? Lehrer: Was sind Sie von Beruf, Frau Müller?
Müller: Watakushi wa hisho desu Müller: Ich bin Sekretärin
Sensei: Kunze-san no oshigoto wa nan desu ka? Lehrer: Was ist Ihr Beruf, Herr Kunze?
Kunze: Watakushi wa kaishain desu Kunze: Ich bin Angestellter
Sensei: Aumann-san wa donna oshigoto desu ka? Lehrer: Was haben Sie für einen Beruf, Fräulein Aumann?
Aumann: Watakushi wa kyoshi desu Aumann: Ich bin Lehrerin
Sensei: Kyoshitsu ni okii mado ga arimasu. Ikutsu arimasu ka? Lehrer: Das Klassenzimmer hat große Fenster. Wie viele?
Seito: Hitotsu, futatsu, mittsu, yottsu. Mado ga yottsu arimasu Schüler: Eins, zwei, drei, vier. Es hat vier Fenster
Sensei: Hai, kekko desu. Tsukue ga ikutsu ka? Lehrer: Ja, gut. Wie viele Schreibtische gibt es?
Seito: Itsutsu arimasu Schüler: Fünf
Sensei: So desu ne. Itsutsu no tsukue ga arimasu. Isu mo itsutsu arimasu ka? Lehrer: Ganz recht, fünf Schreibtische. Gibt es auch fünf Stühle?
Seito: Iie, isu wa itsutsu arimasen. To arimasu Schüler: Nein, es gibt keine fünf Stühle. Es gibt zehn.
Sensei: Teburu mo arimasu ka? Lehrer: Gibt es auch Tische?
Seito: Iie, teburu wa arimasen Schüler: Nein, Tische gibt es nicht.
Sensei: Kono hon wa donna iro desu ka? Lehrer: Was für eine Farbe hat dieses Buch?
Seito: Sono hon wa murasakiiro desu Schüler: Das Buch da ist violett
Sensei: Sono hon wa? Lehrer: Und das Buch da?
Seito: Dono hon desu ka? Schüler: Welches Buch meinen Sie?
Sensei: Sono usui hon desu Lehrer: Das dünne Buch da
Seito: Kono hon wa kiiro desu Schüler: Dieses Buch ist Gelb
Sensei: Ii iro desu ne. Sono atsui hon wa jisho desu ka? Lehrer: Eine schöne Farbe, nicht wahr? Ist das dicke Buch da ein Wörterbuch?
Seito: Hai, so desu Schüler: Ja, so ist es
Sensei: Ano chiisai ie wa akai desu. Sora wa aoi desu. Ano ki wa midoriiro desu. Kami wa shiroi desu. Kabe mo shiroi desu. Shiroi kabe ni kokuban ga arimasu. Kokuban wa kuroi desu ka, midoriiro desu ka? Lehrer: Das kleine Haus dort ist rot. Der Himmel ist blau. Der Baum dort ist grün. Das Papier ist weiß. Die Wand ist auch weiß. An der weißen Wand hängt (wörtl. ist) eine Tafel. Ist die Tafel schwarz oder grün?
Seito: Midoriiro desu Schüler: Sie ist grün
Sensei: Hai, midoriiro no kokuban desu. Dewa, doa wa nani-iro desu ka? Lehrer: Ja, es ist eine grüne Tafel. Nun, welche Farbe hat die Tür?
Seito: Chairo desu Schüler: Sie ist braun
Sensei: Kono enpitsu wa nagai desu ka, mijikai desu ka? Lehrer: Ist dieser Bleistift lang oder kurz?
Seito: Kanari nagai desu Schüler: Er ist ziemlich lang.

 

Allgemein

abunai - Gefährlich, Gefahr. Wird auch wie "Paß auf!" oder "Deckung!" verwendet.

aho - Idiot

ai - Liebe. Für romantische Liebe wird auch "koi" verwendet.

akuma - Teufel.

Anime
Der Anime ist der japanische Zeichentrickfilm. Manche Leute sagen auch Japanimation. Ausgesprochen wird das Wort so wie man es deutsch liest. Leider findet man auf einigen amerikanischen Seiten den "Tip" es ani-may auszusprechen. Dies sollte man nicht beachten - die Amerikaner sagen auch Ränma statt Ranma, Äkäni statt Akane, usw. (Ich sehe das als Verbrechen an, aber das wird wohl nichts ändern)

Arigatou  Danke.

Artbook
Artbooks werden zu Serien und zu Filmen herausgegeben. Sie enthalten Bilder von Hintergründen, Entwürfe, Storyboards und Cels. Die Qualität ist hervorragend und manchmal finden sich auch ein paar Bonuszeichnungen, die nicht für den Film verwendet wurden. Oft gibt es auch Filmcomics, die aus Cels mit hineinmontierten Sprechblasen hergestellt werden.

Aussprache
Japanische Wörter werden fast wie im Deutschen ausgesprochen. Man spricht jede Silbe gleich lang, dabei wirkt das u als Verlängerung, das j wird als dsch und das y als j gesprochen. Arigatou spricht man also a-ri-ga-to- (langes o).

baka Die Standard-Beleidigung. Liegt je nach Tonfall zwischen Idiot und Schlimmerem.

bakemono - Monster

bijin - Schönheit. Bezieht sich nur auf Frauen.

 

chigau - Falsch Auch "Nein", "So ist es nicht".

chikara - Kraft

chikusho - Scheisse.

chotto - ein bißchen. Wird auch verwendet um "Moment mal" zu sagen.

daijoubu - In Ordnung.

dame - Schlecht, geht nicht

Damare! - Schnauze! Sei Still!

dare - wer

doko - wo

Ecchi 
"Ecci" ist die japanische Aussprache des lateinischen buchstabens "H". Bei "Ecci" handelt es sich um ein Synonym für das japanische Wort Hentai. Meist wird es im Sinne von " pervers " verwendet: "ecchi!" bedeutet soviel wie "Du Perversling!".

Gainax
Gainax ist wohl das berühmteste Studio Japans. Von Gainax stammen z.B. Otaku no Video, Gunbuster und Neon Genesis Evangelion.

gambaru - Gib nicht auf! Kopf hoch! Du schaffst das!

hayai - schnell.

hen - seltsam.

Hentai 
Das Wort "Hentai" steht für die Manga und Anime Bilder, die sehr viel mit Erotik oder auch mit Sex zu tun haben. Hentai wird oft mit "pervers" übersetzt.

hidoi - hart, grausam.

hime - Prinzessin.

ii - gut.

ikimashou / ikou - Lasst uns gehen, Let's go!

itai - Aua

jigoku - Hölle.

joushikousei - Highschoolgirl

jume - Traum

kami - Gott.

Kawaii
Hübsch, Süss.
Ein prima Adjektiv für weibliche Anime-(und Reallife) Charaktere. Männer sind nie (fast nie) kawaii, sie sind "handsome".

kedo - aber.

keisatsu - Polizei.

kokoro - Herz.

Konnichi wa  Guten Tag.

korosu - töten.

kowai - Furcht einflössend.

mahou - Magie.

makeru - verlieren.

makenai - nicht verlieren.

mamoru - schützen.

Ja mata (ashita) /Mata ne  Bis Morgen! Tschüß!

Magical-Girl
Ein Genre indem Mädchen magische Fähigkeiten einsetzen, um die Welt zu retten.

Mamono 
Das japanische Wort für Monster (Genauer: Ding + Böser Geist/Dämon ).

Manga 
Das japanische Wort für Comic.

Mecha
Sprich meka. So ziemlich jedes mechanische Gerät. Insbesondere Roboter, Kampfmaschinen, Superwaffen,... Halt alles, was man so zum Welterobern braucht ;-)

musume- Tochter, junge Frau.

Namen und Suffixe
In Japan redet man sich generell mit dem Nachnamen an. Namen werden in der Reihenfolge Nachname Vorname angegeben, es heißt also Saotome Ranma und nicht andersherum. Wenn man eine Person gut kennt, kann man sie auch mit dem Vornamen anreden. Dabei benutzt man aber wie beim Nachnamen einen Suffix (ein Anhängsel).

-san 
Normale Höflichkeitsform, entspricht in etwa unserem "Herr" bzw. "Frau".

-sama 
Wie -san, jedoch extrem Höflich.

-kun 
Wird gerne unter Männern benutzt. Für Schüler wird auch gerne dieser Suffix verwendet.

-chan 
Wird an Namen von Personen angehängt, die man sehr mag. Kinder verwenden dies oft.

sensei 
Wörtlich Lehrer. Im Übertragenen Sinn auch Meister, Ranghöhere Person.

senpai 
Ranghöhere Person - unabhängig von der Organisation zu verwenden.

kouhai 
Person mit niedrigerem Rang als eigener Rang. Wird am Arbeitsplatz benutzt.

nani - was

naruhodo - ich verstehe.

ohayou - Guten Morgen.

onegai - Bitte

oni - Dämon, böser Geist.

Otaku 
bezeichnet Menschen, die in ihrem Leben ein Hobby mit sehr großer Leidenschaft betreiben. Dabei ist dieses Wort nicht nur für die Manga- und Anime-Fans entstanden, sondern für alle, die sich mit einem bestimmten Hobby befassen und sich überwiegend nur zu Hause aufhalten. Diese Leute sind zwar sehr viel zu Hause, haben aber mehr Kontakte als sonst jemand. Denn sie treffen sich mit Leuten und diskutieren, zeigen oder unternehmen etwas gemeinsam, was wiederum etwas mit ihrem Hobby zu tun hat.

ryoukai - Verstanden

Seiyuu
Synchronsprecher/in, Schauspieler der der Figur die Stimme gibt. In Japan sind Seiyuu bekannte Leute und haben auch Fans. Kein Wunder, sie haben einen viel größeren Stimmumfang und können ganz verschiedene Charaktere sprechen. Siehe auch Subs.

shikashi - aber, wie dem auch sei

shinjiru - glauben.

shinu - sterben.

Shojo Anime/Manga
Anime speziell für Mädchen, typische Vertreter sind Sailormoon und Magic Knight Rayearth.

Shonen Anime/Manga
Anime speziell für Jungen, typische Vertreter sind Gandam, Macross und Lamune.

sugoi - toll

suteki - toll, großartig

suki - mögen, lieben

taihen - schrecklich

tasukeru - retten, helfen.

tatakau - kämpfen.

teki - Feind

tomodachi - Freund

totemo - sehr

unmei - Schicksal.

ureshii - glücklich

uso - Lüge

wakaru - verstehen

yakusoku - Versprechen

yameru - aufhören

yasashii - nett, lieb, sanft

yatta Ein Ausruf der Freude wie " Hurra! ".

yume - Traum

yurusu - Vergeben, Verzeihen

 

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